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Abschlusspräsentation des VDI-Projektkurses

Innovativ sein, kreativ sein, einfach mal neue Perspektiven einnehmen – die Teilnehmenden des Projektkurses „Innovationsprojekt des VDI“ des Jahrgangs Q1 stellten genau diese Eigenschaften bei ihrer Abschlusspräsentation kurz vor den Sommerferien unter Beweis. Der vom Verein deutscher Ingenieure (VDI) begleitete Kurs hatte sich in diesem Schuljahr mit Aufgaben verschiedener Firmen beschäftigt: Designhaus Marl, Baum Zerspanungstechnik und dem Fraunhofer Institut "Umsicht" aus Oberhausen.

Beim Besuch des Kurses im „Designhaus Marl“ am Marktplatz in Hüls entstand die Aufgabe, sich mit Coworkingspaces und der dazugehörigen Customer Journey auseinanderzusetzen. Was steckt dahinter? Das Designhaus unterstützt modernes Arbeiten, das Hunderte von Kilometern vom normalen Arbeitsplatz in der Firma entfernt sein kann. Man kann sich für eine frei gewählte Zeit dort einmieten und erhält alles, was man für einen digitalen Arbeitsplatz benötigt. Die Schülergruppe beschäftige sich nun damit, wie man es den an diesen Arbeitsplätzen Interessierten erleichtern kann, einerseits auf das Designhaus aufmerksam zu werden und andererseits den Zugang und die Organisation für die Inhaber des Designhauses zu erleichtern – der Customer Journey. Dabei nutzte die Schülergruppe ihr digitales Wissen, guckte sich den Quellcode der Internetseite an, informierte sich viele Male vor Ort und war mit den Inhabern Nadja Kothe und Dr. Axel Gros in regem Austausch. Die Präsentation beeindruckte die beiden sehr und sie bescheinigten Pascal, Lukas, Jan und Vincent großes innovatives Talent und sicherten ihnen zu:  „Solltet ihr später mal eine Idee in die Tat umsetzen wollen, dann unterstützen die vier als wir euer Start up!“ 
Auch die Chefin Melanie Baum der Firma „Zerpanungstechnik Baum“ möchte mit der Schülerin Acelya Kontakt halten. Diese hatte sich damit beschäftigt, wie die Firma interessanter für Auszubildende und vor allem für weibliche Auszubildende werden kann. Bei einem Besuch in der Firma im Februar konnten sich alle Teilnehmenden vor Ort ein Bild davon machen, was ein Zerspanungstechniker bzw. eine Zerspanungstechnikerin macht. Acelya ging analytisch an die Aufgabe heran, machte eine Umfrage in ihrer Jahrgangsstufe, nahm Erkenntnisse von Psychologen hinzu, nahm den bisherigen Internetauftritt der Firma unter die Lupe und kam schließlich zu dem Ergebnis, dass es nicht unbedingt an der Firma liegt, wenn sich nur wenige junge Frauen für handwerklich-technische Berufe interessieren. Trotzdem hatte sie für Melanie Baum einige Ideen parat, die diese nun aufgreifen möchte.
Als dritte Firma des diesjährigen Projektkurses hatte sich das Fraunhofer-Institut „Umsicht“ aus Oberhausen beteiligt. Siyar und Nick lernten so die Kläranlage Marl-Ost kennen – ein Ort, der sonst wohl eher nicht zu ihren Zielen gehört! Doch sie zeigten sich nun als Experten und informierten über das Problem von Plastikmüll und Mikroplastik in Kläranlagen. Dabei machten sie als besonderes Problem das Entsorgen von Hygieneartikeln durch die Toilette aus. Hier sei große Aufklärungs- und Informationsarbeit in Kitas, Schulen und den Erwachsenen von Nöten. Immer noch landeten viel zu viele Feuchttücher oder Wattestäbchen in der Toilette. Dabei sei es so einfach, einen kleinen Mülleimer im Badezimmer aufzustellen.
Mit einer zweiten Aufgabe des Fraunhofer-Instituts hatten sich Sidra und Ilham beschäftigt: Loser Müll in Marl. Dazu waren sie an einem Nachmittag durch Brassert gelaufen, hatten herumliegenden Müll eingesammelt und mit Passanten gesprochen. Ergebnis: Nach zwei Stunden hatten sie ein halbes Kilo Müll gefunden. Klingt wenig, doch es war jede Menge Plastikmüll, der kaum etwas wiegt. Dabei fanden sie auch richtig alten Müll mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 2018. Plastik verrottet kaum. Und auch die beiden gaben Handlungsempfehlungen: breiter gestreute Informationen zu Müll und Mülltrennung, städtische Müllbehälter in Knallfarben, damit man sie auch sieht und nutzt. Als Clou hatten sie sich ein punktebasiertes Rücknahmesystem ausgedacht, das ähnlich wie Rabattkarten in Geschäften funktioniert. Würde solch ein Automat am Schulparkplatz stehen, würde der hier liegende Müll gewisser Fast-Food-Restaurants Schnee von gestern sein.
Als Abschluss des Kurses erhielten alle Teilnehmenden ein Zertifikat des VDI, das sie gut bei ihren Bewerbungen einsetzen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schülergruppe mit den Ingenieuren des VDI Peter Schenk (links), Klaus Poloszyk und Ulrich Mahlfeld (rechts), dem Inhaber des Designhauses Marl Dr. Axel Gros (3. v. l.), der Chefin Melanie Baum von Zerspanungstechnik Baum (3. v. r.) und Ralf Bertling des Fraunhofer-Instituts „Umsicht“ aus Oberhausen. Den roten Faden hatte das gesamte Schuljahr über Lehrerin Kira Bennarend (2. v. l.) in der Hand.


 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

Sidra und Ilham (v.l.) zeigen auf ihrer Abschlussfolie ihre Ideen der knallbunten Müllbehälter sowie ihren Automaten für das Rücknahmesystem von Müll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siyar und Nick (v.l.) fordern, dass Müll jeglicher Art nicht in die Toilette gehört. Das würde Kläranlagen stark entlasten und Wasser von Mikroplastik frei halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Pascal, Jan, Vincent und Lukas (v.l.) zeigen, dass Coworkingspaces in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, und gaben dem Designhaus Marl Ideen, wie sie aus der Menge heraus stechen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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