Besuch der Holo-Voices auf Zollverein

Wie lässt sich die Erinnerung an die Shoah lebendig halten, wenn es bald keine Zeitzeugen mehr gibt? Das fanden die Schüler:innen des Jahrgangs 10 des Reli-Kurses von Frau Nowak mit der Ausstellung „Holo-Voices“ auf Zollverein in Essen heraus.
📍 Lebensgeschichte von Inge Auerbacher
Nach einer Einführung in den historischen Hintergrund spürten die Schüler:innen in Kleingruppen der Biografie von Inge Auerbacher nach – von den ersten Jahren in Kippenheim über die Deportation bis zur Befreiung aus dem KZ.

💬 Dialog per Hologramm
Ein Highlight war die Begegnung mit einem interaktiven Hologramm von Inge Auerbacher. Diesem Hologram, also der Überlebenden, konnten die Jugendlichen direkt Fragen stellen. Das Hologram antwortete auf Basis von zuvor aufgezeichneten Videointerviews – ein Format, das Geschichte greifbar und nahbar machte.

📱 Digitale Erinnerungskultur im Check
In der anschließenden Arbeitsphase analysierten die Kleingruppen moderne, digitale Formen der Erinnerungsarbeit. Am Beispiel von Formaten wie dem Instagram-Account @ichbinsophiescholl, TikTok-Kanälen über Anne Frank sowie aktuellen Fernsehproduktionen diskutierten sie Vor- und Nachteile.
⚠ Antisemitismus von der Pest bis Corona
Zum Abschluss beschäftigten sich alle mit Kontinuitäten des Hasses. Sie verglichen die Sündenbock-Mythen während der Pest im Jahr 1347 mit Verschwörungserzählungen der Corona-Krise.


💡 Die Botschaft im Sinne Adornos
Die Exkursion verdeutlichte eindringlich die von Theodor W. Adorno formulierte Kernforderung: „Dass Auschwitz nicht noch einmal sei.“ Erinnerung ist kein reiner Blick zurück, sondern die Pflicht zu Wachsamkeit und Zivilcourage im Hier und Jetzt.

